Der Deutsche Städtetag hat ein Positionspapier zum Thema „Kommunale Handlungsfähigkeit erhalten in Zeiten des Arbeitskräftemangels“ veröffentlicht.

Danach stünden die Kommunen vor großen Zukunftsaufgaben, die eine starke und leistungsfähige Verwaltung erfordern würden. Doch der Arbeitskräftemangel verschärfe sich angesichts des demografischen Wandels auch in den Verwaltungen. Viele Stellen seien unbesetzt und ein großer Teil der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gehe in den kommenden Jahren in den Ruhestand.

Die Städte hätten daher bereits viele Maßnahmen ergriffen, um Personal zu finden und zu binden. Das umfasse attraktive Arbeitsbedingungen, engagierte Ausbildungsoffensiven, modernes Recruiting und beschleunigte Stellenbesetzungsverfahren. Die Städte würden sich zudem für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, eine stärkere Diversität und Inklusion sowie eine moderne Arbeitskultur einsetzen.

Die kommunalen Handlungsmöglichkeiten allein reichten jedoch nicht aus, um dem Fachkräftemangel wirksam zu begegnen. Deshalb müssten auch Bund und Länder weitere Hebel in Bewegung setzen. Dazu gehöre, dass die Städte nicht immer neue Aufgaben hinzubekämen, sondern stattdessen Aufgabenbereiche entschlackt, vereinfacht und entbürokratisiert werden. Die Summe der Aufgaben und die verfügbaren Arbeitskräfte in den Kommunen müsse wieder stärker ins Gleichgewicht gebracht werden. Die Städte bräuchten mehr Beinfreiheit für eigene, pragmatische Entscheidungen und weniger Bürokratie. Außerdem müssten die Chancen der Digitalisierung stärker genutzt werden, um Verfahren zu vereinfachen, zu automatisieren und zu beschleunigen. Bund und Länder müssten dafür die rechtlichen und organisatorischen Voraussetzungen schaffen.

Das Positionspapier kann hier kostenfrei aufgerufen werden.

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