Mikroförderungen sind für viele Vereine, Initiativen und kleine zivilgesellschaftliche Organisationen weit mehr als nur ein finanzieller Zuschuss – sie sind oft der Unterschied zwischen Idee und Umsetzung. Genau das zeigt die aktuelle Studie „Kleine Summen, große Hilfe?“ von ZiviZ sehr deutlich. Auf Basis einer bundesweiten Befragung von 1.432 Organisationen wird sichtbar, dass Mikroförderungen bis 5.000 Euro inzwischen ein wichtiges Instrument der Engagementförderung sind, zugleich aber ihr Potenzial noch längst nicht ausgeschöpft wird. Zwar haben bereits 40 Prozent der befragten Organisationen solche Förderungen genutzt, viele scheitern jedoch schon an der Informationslage: Nur 3 Prozent fühlen sich gut über passende Programme informiert. Die Mittel werden vor allem für Ausstattung, Veranstaltungen und konkrete Projektumsetzung eingesetzt. Kritisch gesehen werden dagegen der teils hohe Verwaltungsaufwand und starre Nachweispflichten. Die Studie macht damit deutlich: Wer bürgerschaftliches Engagement wirklich stärken will, muss Förderprogramme einfacher, sichtbarer und flexibler gestalten. Die Studie kann hier abgerufen werden.

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